Aktuelles

Oberweid,

Baubeginn in Oberweid – Erster Spatenstich für die neue Kläranlage


Die bestehenden Anlagen zur Abwasserableitung und -reinigung entsprechen nicht mehr den Normen der allgemein anerkannten Regeln der Technik.

„Daraus ergab sich die Notwendigkeit, die in der Ortslage bestehende Infrastruktur zur Entwässerung zu erneuern, damit künftig den gesetzlichen Vorschriften entsprechendes und in einer zentralen Kläranlage gereinigtes Abwasser in den Vorfluter abgegeben werden kann“, führte Pagel fort. Damit leistet der Verband langfristig einen wirksamen Beitrag zum Gewässerschutz des Weidbachs.

Mit dem Ausbau des Kanaltrennsystems in der Ortsdurchfahrt Oberweid wurde bereits in den vergangenen Jahren die Grundlage geschaffen, um das Schmutzwasser vieler Haushalte aus der Ortslage auf die neue Kläranlage zu führen.

Im Jahr 2015 wurde das nördlich gelegene Gewerbegebiet im Trennsystem erschlossen. Das anfallende Schmutzwasser wird derzeit noch in der Kompaktkläranlage nahe des Sportlerheimes behandelt. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen der Rückbau dieser Anlage sowie der Anschluss des ankommenden Schmutzwassers aus dem Gewerbegebiet und des Sportlerheimes an die neue Kläranalage erfolgen.


„Mit dem alten und gleichzeitigen neuen Standort der Kläranlage haben wir eine ideale Lösung mit der Gemeinde gefunden, die uns das Grundstück zur Verfügung gestellt hat“
, so der Werkleiter des WVS.

Die neue Kläranlage in Oberweid wird für 500 Einwohnerwerte errichtet und ist mit zwei Scheibentauchkörperanlagen sowie einem Vorklärbecken und einem Schlammbehälter ausgestattet. Die Abwasserreinigung findet unter verschlossenen Deckeln statt - ohne Geruchs- und Geräuschbelästigung.

Bei dem Reinigungsprozess drehen sich die Scheibentauchkörper kontinuierlich um ihre eigene Achse und sorgen damit für eine gute Belüftung des Abwassers.

Diese ist wichtig, damit die Bakterien an dieser Stelle ihre Arbeit machen und die Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen abbauen können. In einem weiteren Schritt wird das Abwasser mit einem chemischen Fällmittel behandelt, um die in das Gewässer eingebrachte Phosphatbelastung weiter zu verringern.


In der anschließenden Nachklärung wird der Klärschlamm schließlich vom gereinigten Wasser getrennt und das gesäuberte Wasser in den Weidbach geleitet.

„Ein großes Dankeschön möchte ich dem WVS dafür aussprechen, dass auch so kleine Ortslagen wie Oberweid angefasst und ausgebaut werden. Das ist in einem Verband mit so vielen Mitgliedsgemeinden nicht selbstverständlich. Die Grundstückskläranlagen und abflusslosen Gruben entsprechen nun mal nicht dem Stand der Technik und sind nicht mehr zeitgemäß.

Die Abwasserentsorgung in einer zentralen Kläranlage gehört heutzutage zu einer modernen Daseinsvorsorge dazu und mit der neuen Anlage sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt“, bedankte sich Oberweids Bürgermeister Tino Hencl.

Insgesamt investiert der WVS rund 2,2 Millionen Euro Baukosten in den Neubau. Von diesem Betrag ist nach Abschluss der Bauarbeiten aber nicht viel zu sehen, denn die Abwasserreinigung findet komplett unter der Erde statt.


Das Projekt ist Teil des Programms zur Förderung von Vorhaben der Abwasserentsorgung im Freistaat Thüringen des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz und wird mit 812.500 Euro Fördergeldern aus dem Thüringer Landeshaushalt kofinanziert.

Im Auftrag des WVS haben die Ingenieurbüros PROWA GmbH und ELAplan GmbH die Planungsleistungen für das Projekt übernommen. Die Bauausführung für die Kläranlage erfolgt durch die Baufirma WBB Bau & Beton GmbH.

Beim symbolischen Spatenstich wünschten sich alle Beteiligten eine gute und vor allem unfallfreie Bauzeit. Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für das dritte Quartal 2025 vorgesehen.

„Im Anschluss daran wird der WVS die Oberweider und alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür auf die neue Anlage einladen“, kündigte Pagel an.

Meiningen,

Kreisverkehr in Vacha


Am Montag (18.12.2023) wurde der neue Kreisverkehr an der Kreuzung der Bundesstraßen 62 und 84 in Vacha offiziell abgenommen. Der Fahrzeugverkehr rollte bereits seit der vergangenen Woche über die ehemalige Baustelle.

Der Neubau des Kreisverkehrs als Ersatz für die Ampelkreuzung war eine komplexe Baumaßnahme, die über ein Jahr Bauzeit in Anspruch genommen hat.

Die bauausführende Firma STRABAG musste neben dem Neubau der Straßenflächen und der Gehweganlagen auch den unterirdischen Bauraum neu ordnen.


Dort wurden neue Abwasserkanäle sowie Gas- und Stromleitungen verlegt. Die Gesamtkosten dieser Baumaßnahmen beliefen sich auf rund 1,35 Millionen Euro.

Bereits im Dezember 2022 begannen die Bauarbeiten mit der Schaffung der Umgehungsstraße über die Werrawiese und der Vorbereitung der Wilhelm-Külz-Straße in Vacha.

Diese Umgehungen waren die Voraussetzung dafür, dass während der Bauzeit der Verkehr reibungslos um die Baustelle herumgeleitet werden konnte. So war kein Ampelverkehr erforderlich und der Verkehr konnte fast ohne Einschränkung weiter fließen.

Im Frühjahr begannen dann die Arbeiten im unterirdischen Bauraum und am eigentlichen Kreisverkehr. Die Arbeiten verliefen planmäßig und konnten pünktlich zum Jahresende 2023 abgeschlossen werden.


In den nächsten Wochen erfolgen noch kleinere Restarbeiten. Die Stadt Vacha beabsichtigt im kommenden Frühjahr zur finalen Kreiselgestaltung auf der der Werra zugewandten Seite des Kreisverkehrs das Stadtwappen zu pflastern.

Die Spitze des Kreisverkehrs soll mit ortstypischen Basaltsäulen gestaltet werden.

Bürgermeister Martin Müller brachte zum Abschluss der Baumaßnahme seine Anerkennung zum Ausdruck: „Im Namen der Stadt Vacha bedanke ich mich bei allen Beteiligten für die hervorragende Planung, die zügige Durchführung der Bauarbeiten und für die gute Zusammenarbeit! Die Fertigstellung des Kreisverkehrs ist ein schönes Weihnachtsgeschenk für unsere Stadt.“

 

Quelle: www.rhoenkanal.de

Meiningen,

Neubau Kläranlage Förtha

Die bestehenden Anlagen zur Abwasserableitung und –reinigung der Ortschaften Förtha, Wolfsburg, Unkeroda und Eckardshausen genügten nicht mehr den Anforderungen des Gewässerschutzes und in etlichen Fällen nicht mehr den Normen der allgemein anerkannten Regeln der Technik.

Unser Büro wurde beauftragt, die Abwassersituation dieser Ortschaften zu untersuchen und unter Berücksichtigung notweniger Maßnahmen zum Erhalt der Umwelt eine Kläranlage für ca. 2.000 Einwohner zu planen und zu errichten.

Der Baubereich für die Kläranlage befindet sich westlich der Ortschaft Förtha an der Landesstraße L 1020.

Der Neubau der Kläranlage Förtha wird im Sequencing-Batch-Reaktor Verfahren (SBR Verfahren) betrieben und es ist eine chemische P-Elimination vorgesehen. Das überwiegend häusliche Abwasser wird in der Kläranlage mechanisch- physikalisch vorbehandelt, biologisch und chemisch gereinigt, mechanisch- physikalisch nachgeklärt und daraufhin dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt.

Die Abb. 1 zeigt den vollständigen Durchlauf der einzelnen Prozessphasen zur Abwasserreinigung (Zyklus).

Verfahrenstechnisch ist die Kläranlage Förtha als schubweise beschickte Anlage mit zwei Becken und einem Vorspeicher vorgesehen. Das entsprechende Fleißschema ist dazu in Abb. 2 dargestellt.

Zur Realisierung des Projektes waren Planungen der folgenden Anlagentechnik erforderlich:

  • Rechengebäude
  • Vorspeicher
  • Aufstaureaktor / SBR
  • Ablaufspeicher
  • Schlammstapel
  • Betriebsgebäude
  • Klärschlammvererdungsbecken

Auftraggeber:
Eigenbetrieb Gemeindewerke Gerstungen

Bauzeit:
2021 – 2023

Abb. 1: Prozessphasen des Aufstaureaktors (DWA, 2009:10)

 

Abb. 2: Fließschema für eine Belebungsanlage mit Aufstaubetrieb mit schubweiser Beschickung aus einem Vorspeicher (DWA, 2009: 13)

Erfurt,

Marathon in Erfurt

Am 16.09.2023 fand in Erfurt ein Benefizlauf für den Förderverein der Erfurter Malschule statt.

Vier unserer Kollegen nahmen am Marathon 4er-Staffel (Frauen / Mix / Männer) teil und belegten den siebten Platz.

Herzlichen Glückwunsch an alle Läuferinnen und Läufer für ihre Ausdauer und die guten Ergebnisse!

 

Erfurt,

Tierpatenschaft im Erfurter Zoo