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Erfurt,

Festanstellung als Abwasserplaner (m/w/d)

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Oberweid,

Umweltminister besucht Kläranlage Oberweid – Fördermittel dringend benötigt

in Auszügen aus einem Artikel vom Rhoenkanal


Anlass des Ministerbesuches war aber nicht nur, sich vom Fortschritt der Bauarbeiten zu überzeugen. Der Minister hatte auch einen symbolischen Scheck für den Kläranlagenbau von 250.000 Euro mitgebracht – die erste Tranche der Gesamtförderung von rund 812.000 Euro.

Umweltminister Tilo Kummer: „So wie hier gilt für ganz Thüringen: Der Ländliche Raum kann sich auf die Unterstützung der Landesregierung beim Ausbau der Abwasserbeseitigung verlassen.

Weil sich hier eine moderne Infrastruktur mit Umweltschutz verbindet, ist die Fortsetzung des bisher schon erfolgreichen Abwasserpaktes zwischen Umweltministerium und Gemeinde- und Städtebund auch Teil des 100-Tage-Programms der Landesregierung.“


Zukunftssicher, zentral und umweltgerecht – das kostet den Verband allein in Oberweid insgesamt fast 6 Millionen Euro, die in die Ver- und Entsorgung investiert werden.

Mit dem neuen Kanaltrennsystem in der Ortsdurchfahrt hat der WVS bereits in den vergangenen Jahren die Grundlage geschaffen, um das Schmutzwasser vieler Haushalte auf die Kläranlage zu führen. Der Freistaat Thüringen unterstützte die Kanalbauarbeiten mit rund 500.000 Euro.

Die neue Kläranlage wird derzeit unterhalb des Sportplatzes errichtet und ist für 500 Einwohnerwerte ausgelegt. Das anfallende Abwasser wird darin nach Stand der Technik vollbiologisch gereinigt.


Das ist zwingend notwendig, um die Gewässersituation im Weidbach langfristig zu verbessern. Denn Abwasser darf nicht unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Die neue Anlage soll noch in diesem Jahr in den Betrieb genommen werden.

Die Abwasserentsorgung in einer zentralen Kläranlage gehört heutzutage zu einer modernen Daseinsvorsorge dazu. Damit ist eine kleine Gemeinde wie Oberweid für die Zukunft bestens aufgestellt. Das sieht man in weiten Teilen des Verbandsgebietes.

„Mit einem Anschlussgrad von aktuell 77 Prozent sind wir auf einem guten Weg“, befindet WVS-Werkleiter Heiko Pagel. Er zeigt, wie wichtig diese Entwicklung für den Umwelt- und Gewässerschutz ist.

„Für den weiteren Ausbau der zentralen Abwasserentsorgung sind wir als Ver- und Entsorger jedoch auf deutlich höhere Fördergelder des Freistaates Thüringen angewiesen. Insbesondere aufgrund der dramatischen Baupreiserhöhung der letzten Jahre.

Die Forderung aus dem Thüringer Abwasserpakt nach einer Anschlussgraderhöhung bis 2030 auf über 90 Prozent lässt sich demnach nur erfüllen, wenn der Abwasserpakt angepasst wird.

Dazu müssen sowohl die gestiegenen Baupreise, die bisherigen und neuen Abwasserbeseitigungskonzepte und nicht zuletzt die Forderung der öffentlichen Aufgabenträger nach 100 Millionen Euro Fördermittel Berücksichtigung finden.“


Zentrale Abwasserentsorgung in Oberweid:

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Zentrale Kläranlage 500 EW:

Bauzeit: 2024-2025
Planung & Bauüberwachung: Ingenieurbüro PROWA GmbH
Bau: WBB Bau & Beton GmbH
Planung E-MSR: ELAplan GmbH
Bau E-MSR: BN Automation AG
Fertigstellung: 3. Quartal 2025
Investition WVS: ca. 3 Mio. Euro
Fördersumme: ca. 812.000 Euro

 

Erfurt,

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Oberweid,

Bandschnitt in Urnshausen – Fortschritt beim zentralen Anschluss an die Kläranlage Weilar

in Auszügen aus einem Artikel vom Rhoenkanal

 

[...]


Regenüberlaufbecken mit Abwasserpumpwerk

Um in diesem Zusammenhang eine Regenentlastung für die Ortslage Urnshausen zu schaffen, hat der WVS ein Regenzyklonenbecken mit einem Stauvolumen von 200 Kubikmetern Schmutzwasser errichtet.

Das Regenentlastungsbauwerk wurde in Form eines Rundbeckens errichtet, welches im äußeren Teil das Stauvolumen aufnehmen kann.

Im inneren Teil des Rundbeckens befindet sich eine integrierte Pumpstation, dessen Pumpen 18 Liter Schmutzwasser pro Sekunde über eine Druckleitung nach Weilar führen können.

Abwasserdruckleitung Richtung Weilar

Dies geschieht über eine 2.570 Meter lange Abwasserdruckleitung, die in einem Druckentlastungsschacht in der Unterstraße in Wielar ankommt. Etwa 2.050 Meter und damit rund 80 Prozent der Druckleitung wurden im Bohrspülverfahren bereits fertiggestellt.

Die Unterstraße wird derzeit noch von der Firma Wolf Bauunternehmen im dritten Bauabschnitt ausgebaut. Künftig wird das Schmutzwasser von der Unterstraße weiter über den Stauraumkanal bis zur zentralen Kläranlage Weilar geführt.


Trinkwasserleitung bis zum Ortsnetz Weilar

Insgesamt schreiten die Bauarbeiten des Verbandes in Weilar planmäßig voran. Auch bei der Erneuerung der Trinkwasserleitungen verlaufen die Arbeiten wie geplant.

In einem weiteren Schritt verlegt der WVS im Zuge des Bohrspülens noch eine 440 Meter lange Trinkwasserleitung vom Sägewerk bis zum Ortsnetz Weilar.

Abnahme und Baufortschritt

In dieser Woche konnte damit nicht nur die Abnahme des Regenzyklonenbeckens in Urnshausen erfolgen, sondern mit dem symbolischen Bandschnitt auch dessen Inbetriebnahme, für die zunächst ein Probebetrieb in den kommenden Wochen starten wird.

„Insgesamt investiert der WVS rund 2,8 Millionen Euro in den Bau der Regenentlastung sowie den Verbindungssammler nach Weilar. Das Projekt ist Teil des Programms zur Förderung von Vorhaben der Abwasserentsorgung im Freistaat Thüringen des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz und wird mit rund 995.000 Euro Fördergeldern aus dem Thüringer Landeshaushalt kofinanziert“, berichtet WVS-Werkleiter Heiko Pagel und bedankte sich bei allen Auftragnehmern für die gute Zusammenarbeit.

Im Auftrag des WVS haben die Ingenieurbüros PROWA GmbH und ELAplan GmbH die Planungsleistungen für das Projekt übernommen.

Die Bauausführung für das Regenüberlaufbecken erfolgte durch die Baufirma Implenia Construction GmbH. Der Bau und die Fertigstellung des Verbindungssammlers erfolgt durch die Firma Schnepfe Tief- & Rohleitungsbau GmbH.


„Die Abnahme des Stauraumkanals und der Abwasserpumpstation in Weilar wird ebenfalls in den nächsten Wochen erfolgen. Beim Neubau der Kläranlage Weilar ist der bauliche Teil auch bereits zu 80 Prozent abgeschlossen. Die technische Ausrüstung sowie die Ausstattung mit der erforderlichen Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik folgen nun“
, so Pagel.

Ortsteilbürgermeister Burkhard Seifert bedankte sich ebenfalls bei allen am Bau Beteiligten und berichtete, dass er während der Bauarbeiten oft vor Ort war.

„Ich war immer wieder überrascht wie gut die Baufirma hier vorankommt“, erzählte er. Die Abstimmungen zur Fassadengestaltung am RÜB verliefen ebenfalls reibungslos.

„Auch an die Gestalter ein herzliches Dankeschön. Die Zusammenarbeit war super, alle Anmerkungen seitens des Gemeinderates sind in das Motiv eingeflossen“, führte er fort.


Die Fassade des RÜB Urnshausen hat das Team um Künstler Christian Hoschka vom Lebensart-Atelier aus Bad Liebenstein/Schweina gestaltet. Mit Sprühfarbe ist ein Abbild und zugleich Wegweiser in und um das „Familienparadies Schönsee“ entstanden. Der WVS arbeitet seit vielen Jahren eng mit Christian Hoschka zusammen.

Mit seiner Objektgestaltung an den wasserwirtschaftlichen Anlagen des Verbandes schafft er es stets, die Verbundenheit des WVS mit der Region widerzuspiegeln.

Zudem sorgt die signierte und entsprechend versiegelte Fläche dafür, illegale Graffitis zu verhindern. Die Gestaltungsarbeiten am nächsten Projekt haben auch bereits begonnen.

Das Fassade am Abwasserpumpwerk Weilar erhält ebenfalls ein Motiv mit regionalen Bezug zur Landschaft und Flora.

Oberweid,

Baubeginn in Oberweid – Erster Spatenstich für die neue Kläranlage


Die bestehenden Anlagen zur Abwasserableitung und -reinigung entsprechen nicht mehr den Normen der allgemein anerkannten Regeln der Technik.

„Daraus ergab sich die Notwendigkeit, die in der Ortslage bestehende Infrastruktur zur Entwässerung zu erneuern, damit künftig den gesetzlichen Vorschriften entsprechendes und in einer zentralen Kläranlage gereinigtes Abwasser in den Vorfluter abgegeben werden kann“, führte Pagel fort. Damit leistet der Verband langfristig einen wirksamen Beitrag zum Gewässerschutz des Weidbachs.

Mit dem Ausbau des Kanaltrennsystems in der Ortsdurchfahrt Oberweid wurde bereits in den vergangenen Jahren die Grundlage geschaffen, um das Schmutzwasser vieler Haushalte aus der Ortslage auf die neue Kläranlage zu führen.

Im Jahr 2015 wurde das nördlich gelegene Gewerbegebiet im Trennsystem erschlossen. Das anfallende Schmutzwasser wird derzeit noch in der Kompaktkläranlage nahe des Sportlerheimes behandelt. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen der Rückbau dieser Anlage sowie der Anschluss des ankommenden Schmutzwassers aus dem Gewerbegebiet und des Sportlerheimes an die neue Kläranalage erfolgen.


„Mit dem alten und gleichzeitigen neuen Standort der Kläranlage haben wir eine ideale Lösung mit der Gemeinde gefunden, die uns das Grundstück zur Verfügung gestellt hat“
, so der Werkleiter des WVS.

Die neue Kläranlage in Oberweid wird für 500 Einwohnerwerte errichtet und ist mit zwei Scheibentauchkörperanlagen sowie einem Vorklärbecken und einem Schlammbehälter ausgestattet. Die Abwasserreinigung findet unter verschlossenen Deckeln statt - ohne Geruchs- und Geräuschbelästigung.

Bei dem Reinigungsprozess drehen sich die Scheibentauchkörper kontinuierlich um ihre eigene Achse und sorgen damit für eine gute Belüftung des Abwassers.

Diese ist wichtig, damit die Bakterien an dieser Stelle ihre Arbeit machen und die Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen abbauen können. In einem weiteren Schritt wird das Abwasser mit einem chemischen Fällmittel behandelt, um die in das Gewässer eingebrachte Phosphatbelastung weiter zu verringern.


In der anschließenden Nachklärung wird der Klärschlamm schließlich vom gereinigten Wasser getrennt und das gesäuberte Wasser in den Weidbach geleitet.

„Ein großes Dankeschön möchte ich dem WVS dafür aussprechen, dass auch so kleine Ortslagen wie Oberweid angefasst und ausgebaut werden. Das ist in einem Verband mit so vielen Mitgliedsgemeinden nicht selbstverständlich. Die Grundstückskläranlagen und abflusslosen Gruben entsprechen nun mal nicht dem Stand der Technik und sind nicht mehr zeitgemäß.

Die Abwasserentsorgung in einer zentralen Kläranlage gehört heutzutage zu einer modernen Daseinsvorsorge dazu und mit der neuen Anlage sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt“, bedankte sich Oberweids Bürgermeister Tino Hencl.

Insgesamt investiert der WVS rund 2,2 Millionen Euro Baukosten in den Neubau. Von diesem Betrag ist nach Abschluss der Bauarbeiten aber nicht viel zu sehen, denn die Abwasserreinigung findet komplett unter der Erde statt.


Das Projekt ist Teil des Programms zur Förderung von Vorhaben der Abwasserentsorgung im Freistaat Thüringen des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz und wird mit 812.500 Euro Fördergeldern aus dem Thüringer Landeshaushalt kofinanziert.

Im Auftrag des WVS haben die Ingenieurbüros PROWA GmbH und ELAplan GmbH die Planungsleistungen für das Projekt übernommen. Die Bauausführung für die Kläranlage erfolgt durch die Baufirma WBB Bau & Beton GmbH.

Beim symbolischen Spatenstich wünschten sich alle Beteiligten eine gute und vor allem unfallfreie Bauzeit. Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für das dritte Quartal 2025 vorgesehen.

„Im Anschluss daran wird der WVS die Oberweider und alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür auf die neue Anlage einladen“, kündigte Pagel an.