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Festanstellung als Straßenplaner (m/w/d)

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Badelachen,

Großbaustelle Badelachen: Chancen für die Region, Sorgen bei Gewerbetreibenden


Eigentlich war der Grundkonsens zwischen Stadt, Land und Gewerbetreibenden ein anderer: Geplant war eine Behelfsstraße auf den Badelacher Wiesen, also hinter den bestehenden Firmengebäuden.

Von dort aus sollte es Abzweigungen zu jedem einzelnen Unternehmen geben. Das hätte gleich zwei Vorteile gebracht: Zum einen hätte die B 62 schneller und reibungsloser ausgebaut werden können, zum anderen wären die Betriebe weitgehend vom Baustellenverkehr verschont geblieben – weniger Stress für Firmen, Stadt und Land.

Doch in der Versammlung wurde klar: Diese Lösung ist endgültig vom Tisch. Grund ist die Entscheidung der oberen Umweltschutzbehörde. Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz verweigerte die erforderliche Genehmigung.


Der Grund: Das Gebiet ist als schützenswerter Lebensraum eingestuft. Ersatzhabitate wären notwendig gewesen, um den Eingriff auszugleichen.

Das solche Maßnahmen nie rechtzeitig vorbereitet wurden ist ein zentraler Kritikpunkt der Anlieger.

Damit steht fest: Nicht die technische Machbarkeit oder der Wille der Beteiligten verhinderten diese Lösung, sondern das fehlende rechtzeitige Handeln der Naturschutzbehörde.

Das Landesamt verweist seinerseits darauf, dass gesetzliche Vorgaben zum Schutz bedrohter Arten keine Ausnahme zulassen und Ersatzlebensräume nur mit langem zeitlichen Vorlauf geschaffen werden könnten.


Bau in mehreren Abschnitten geplant

Das Planungsbüro stellte die einzelnen Bauphasen vor. Ziel sei es, den Verkehr während der Arbeiten so weit wie möglich ohne Ampelregelung auf einer Behelfsstraße fließen zu lassen.

Die Zufahrten zu den Gewerbegrundstücken sollen laut Plan jederzeit gewährleistet bleiben. Eine besondere Herausforderung wird jedoch die geplante Vollsperrung des „Badelachen“ für rund sechs Wochen während der Sommerferien 2027.

Die Ausschreibungen sollen Ende 2025 starten, sodass bis März 2026 die ausführende Baufirma feststeht.


Kritik und Sorgen der Unternehmen

Für die ansässigen Gewerbetreibenden bedeutet die Maßnahme erhebliche Einschränkungen. In der Versammlung äußerten sie ihre Sorge um die Erreichbarkeit ihrer Betriebe und die Auswirkungen auf Umsätze.

„Besonders kritisch sehen wir den Verlust von Parkplätzen sowie die zu erwartenden Erschwernisse durch die Vollsperrung“, sagte Marcus Weih, Prokurist der Elektrik Vacha GmbH im Interview.


Frank Weih, Geschäftsführer der Elektrik Vacha GmbH, sagte: „Wir sind nicht gegen den Straßenbau, es geht um die Umsetzung, die das Gewerbe gefährden könnte.

Wichtig ist, dass die Zufahrten zu den Grundstücken auch während der Bauzeit vertraglich garantiert werden. Diese Straßenbaumaßnahme ist Existenzgefährdend für alle Gewerbetreibenden und deren Angestellte.“

Auch Ingo Jany, Geschäftsführer der Baukauf GmbH, äußerte Zweifel an der gewählten Lösung: „Eine Behelfsstraße wie ursprünglich geplant wäre für uns sinnvoller und praktischer gewesen. So müssen wir und unsere Kunden erhebliche Einschränkungen hinnehmen.“


Stadt und Amt werben um Verständnis

Bürgermeister Martin Müller betonte, dass nach aktueller Gesetzeslage keine Anliegerbeiträge erhoben werden und Ausweichparkplätze kostenfrei zur Verfügung gestellt werden sollen.

Er zeigte Verständnis für die Sorgen der Betriebe, verwies aber auf die langfristigen Vorteile des Projekts: „Die Sanierung bringt eine moderne Straßenführung, bessere Verkehrssicherheit, neue Gehwege, Beleuchtung und Entwässerung. Das ist ein wichtiger Schritt für die Stadtentwicklung.“


Balance zwischen Fortschritt und Belastung

Für die Region bedeutet der Ausbau eine Stärkung der Infrastruktur und eine verbesserte Verkehrsanbindung. Für die Unternehmen vor Ort stellt er jedoch eine große Belastung dar.

Ab dem 15. Oktober will das Straßenbauamt in Gesprächen mit jedem einzelnen Betrieb individuelle Lösungen abstimmen.

Ob die Balance zwischen öffentlichen Interessen und den Bedürfnissen der lokalen Wirtschaft gelingt, wird sich spätestens mit Beginn der Bauphase im Frühjahr 2026 zeigen.

 

Quelle: www.rhoenkanal.de

Erfurt,

Festanstellung als Abwasserplaner (m/w/d)

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Oberweid,

Umweltminister besucht Kläranlage Oberweid – Fördermittel dringend benötigt

in Auszügen aus einem Artikel vom Rhoenkanal


Anlass des Ministerbesuches war aber nicht nur, sich vom Fortschritt der Bauarbeiten zu überzeugen. Der Minister hatte auch einen symbolischen Scheck für den Kläranlagenbau von 250.000 Euro mitgebracht – die erste Tranche der Gesamtförderung von rund 812.000 Euro.

Umweltminister Tilo Kummer: „So wie hier gilt für ganz Thüringen: Der Ländliche Raum kann sich auf die Unterstützung der Landesregierung beim Ausbau der Abwasserbeseitigung verlassen.

Weil sich hier eine moderne Infrastruktur mit Umweltschutz verbindet, ist die Fortsetzung des bisher schon erfolgreichen Abwasserpaktes zwischen Umweltministerium und Gemeinde- und Städtebund auch Teil des 100-Tage-Programms der Landesregierung.“


Zukunftssicher, zentral und umweltgerecht – das kostet den Verband allein in Oberweid insgesamt fast 6 Millionen Euro, die in die Ver- und Entsorgung investiert werden.

Mit dem neuen Kanaltrennsystem in der Ortsdurchfahrt hat der WVS bereits in den vergangenen Jahren die Grundlage geschaffen, um das Schmutzwasser vieler Haushalte auf die Kläranlage zu führen. Der Freistaat Thüringen unterstützte die Kanalbauarbeiten mit rund 500.000 Euro.

Die neue Kläranlage wird derzeit unterhalb des Sportplatzes errichtet und ist für 500 Einwohnerwerte ausgelegt. Das anfallende Abwasser wird darin nach Stand der Technik vollbiologisch gereinigt.


Das ist zwingend notwendig, um die Gewässersituation im Weidbach langfristig zu verbessern. Denn Abwasser darf nicht unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Die neue Anlage soll noch in diesem Jahr in den Betrieb genommen werden.

Die Abwasserentsorgung in einer zentralen Kläranlage gehört heutzutage zu einer modernen Daseinsvorsorge dazu. Damit ist eine kleine Gemeinde wie Oberweid für die Zukunft bestens aufgestellt. Das sieht man in weiten Teilen des Verbandsgebietes.

„Mit einem Anschlussgrad von aktuell 77 Prozent sind wir auf einem guten Weg“, befindet WVS-Werkleiter Heiko Pagel. Er zeigt, wie wichtig diese Entwicklung für den Umwelt- und Gewässerschutz ist.

„Für den weiteren Ausbau der zentralen Abwasserentsorgung sind wir als Ver- und Entsorger jedoch auf deutlich höhere Fördergelder des Freistaates Thüringen angewiesen. Insbesondere aufgrund der dramatischen Baupreiserhöhung der letzten Jahre.

Die Forderung aus dem Thüringer Abwasserpakt nach einer Anschlussgraderhöhung bis 2030 auf über 90 Prozent lässt sich demnach nur erfüllen, wenn der Abwasserpakt angepasst wird.

Dazu müssen sowohl die gestiegenen Baupreise, die bisherigen und neuen Abwasserbeseitigungskonzepte und nicht zuletzt die Forderung der öffentlichen Aufgabenträger nach 100 Millionen Euro Fördermittel Berücksichtigung finden.“


Zentrale Abwasserentsorgung in Oberweid:

[...]

Zentrale Kläranlage 500 EW:

Bauzeit: 2024-2025
Planung & Bauüberwachung: Ingenieurbüro PROWA GmbH
Bau: WBB Bau & Beton GmbH
Planung E-MSR: ELAplan GmbH
Bau E-MSR: BN Automation AG
Fertigstellung: 3. Quartal 2025
Investition WVS: ca. 3 Mio. Euro
Fördersumme: ca. 812.000 Euro